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Merkmale

Der Stundenglasdelfin (Lagenorhynchus cruciger) ist ein Delfin aus der Gattung der Kurzschnauzendelfine. Er ist ein Bewohner des Südpolarmeers und neben dem Südlichen Glattdelfin der einzige so weit südlich lebende Delfin.

Erstmalig als neue Art beschrieben wurde der Delfin 1824 von Qouy and Galmard anhand von Zeichnungen, die 1820 im Südpazifik entstanden sind. Obwohl er nur einmal gesehen wurde, wurde er allgemein als Art anerkannt und bis in die 1960er Jahre konnten auch nur drei Exemplare wissenschaftlich erforscht werden. Bis heute sind insgesamt nur 6 vollständige und 14 teilweise vorhandene Tiere untersucht worden, weitere Informationen erfolgten anhand von vier gestrandeten Tieren sowie über seltene Beobachtungen in abgelegenen Meeresgebieten.

Der Stundenglasdelfin wird bis 180 cm lang und zwischen 90 und 120 kg schwer. Bei Walfängern wurde der Delfin manchmal "Seeskunk" genannt, da seine Färbung an einen Skunk erinnert. Ein deutlicher weißer Streifen verläuft vom Auge entlang der Flanke zum Schwanzansatz. Der Streifen ist anfangs breit, verjüngt sich unterhalb der Rückenflosse und verbreitert sich dann wieder, so dass die Form dieses Streifens an eine Sanduhr erinnert. Auch der wissenschaftliche Name "cruciger" lehnt sich an diese Zeichnung an, da die ersten Beschreibungen die Zeichnung als ein Kreuz darstellten. Der Rest des Körpers ist schwarz.

Da er neben dem Südlichen Glattdelfin die einzige Delfinart in seinem Verbreitungsgebiet ist und dieser keine Rückenfinne besitzt, ist der Stundenglasdelfin nicht zu verwechseln. Seine Finne ist breit und gerundet, variiert jedoch individuell sehr stark.

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